Mittwoch, 12. September 2012

Filminfo & Trailer: POMMES ESSEN

85 Minuten | empfohlen ab 10 Jahren | FSK frei ab 0

SPIELTERMINE: Fr, 14.09. - 17:00 Uhr | Sa, 15.09. - 17:00 Uhr | So, 16.09. - 17:00 Uhr

Eintritt für SchülerInnen nur € 3,50

ZUM TRAILER
Patty hat einen großen Traum: Sie will Starköchin weden, denn dann müsste sie nicht mehr zur Schule gehen und auch nicht mehr ständig in der Imbissbude ihrer Mutter Frieda aushelfen. Diese bricht eines Tages zusammen und lässt sich nur widerwillig dazu überreden, für einige Wochen zur Kur zu fahren, um sich zu erholen. Sie nimmt ihrer Ältesten das Versprechen ab, sich um die beiden kleineren Schwestern Lilo und Selma und den Imbiss zu kümmern. Doch dann kommt alles ganz anders: Patty bekommt die Gelegenheit, ein Praktikum bei einem bekannten Koch zu machen, schwänzt die Schule und überlässt ihre Schwestern sich selbst. Die setzen alles daran, die Imbissbude zu retten, denn der „Pommes King“ macht ihnen mit Kampfpreisen mehr und mehr die Kundschaft abspenstig. Dabei produzieren die beiden Kleinen ein Riesenchaos ...

Deutschland 2012 | R: Tina von Traben | B: Tina von Traben & Rüdiger Bertram | K: Ralf M. Mendle | D: Luise Risch (Patty), Marlene Risch (Selma), Anneke Kim Sarnau (Frieda), Smudo (Walther)

Filminfo & Trailer: KOCHEN IST CHEFSACHE


88 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung



SPIELTERMINE: Do, 13.09. - 21:30 Uhr | Fr, 14.09. - 21:30 Uhr | Sa, 15,09. - 19:00 Uhr | So, 16.09. - 21:30 Uhr | Mo, 17.09. - 20:30 Uhr  | Di, 18.09. - 21:30 Uhr | Mi, 19.09. - 19:00 Uhr 
ZUM TRAILER

Eine liebevolle, charmante Charakterkomödie, serviert von Daniel Cohen, der kürzlich noch in der bösen Satire KILL ME PLEASE auf unserer Leinwand zu sehen war, mit zwei grundverschiedenen Darstellern und Charakteren: dem stoischen Jean Reno, mit dessen Image (LEON, DER PROFI) der Regisseur virtuos spielt und dem ständig hin- und herwirbelnden Michaël Youn. Fein abgestimmte französische Kinokost, die sich gut konsumieren lässt und einem ganz und gar nicht schwer im Magen liegt!

Alexandre Lagarde versteht die Welt nicht mehr. Wie einfach war doch alles, als er nur in seiner Küche stehen brauchte und sich ganz seinen Kreationen widmen konnte. Doch nun ist der 3-Sterne-Koch berühmt, hat auf der ganzen Welt Restaurants und natürlich auch seine eigene Fernsehshow. Aber dafür hat er sich und seinen Namen an einen Lebensmittelkonzern verkauft. Zu allem Überfluss steckt Alexandre auch noch in einer kreativen Krise. Die Frühlingskarte für sein Pariser Restaurant muss fertig werden, und ihm will partout nichts einfallen. Jacky Bonnot hat die Welt noch nie verstanden. Bei ihm muss immer alles nach seinem Kopf gehen. Kompromisse gibt es für den talentierten Koch, der jedes Rezept seiner Vorbilder auswendig kennt, nicht. Dabei braucht er unbedingt Arbeit und eine Perspektive. Also nimmt er einen Job in einem Altersheim an. Aber auch dort kann er nicht von seiner Leidenschaft fürs Kochen lassen. Heimlich übernimmt er die Küche und erregt so zufällig die Aufmerksamkeit eines Besuchers: Alexandre Lagarde ...

COMME UN CHEF | Frankreich 2012 | R: Daniel Cohen | B: Daniel Cohen & Olivier Dazat | K: Robert Fraisse | D: Jean Reno (Alexandre Lagarde), Michaël Youn (Jacky Bonnot), Raphaëlle Agogué (Béatrice), Julien Boisselier (Stanislas Matter)

Filminfo & Trailer: WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN

112 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung bzw. englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln nur am 17.09.


SPIELTERMINE: Do, 13.09. - 19:00 Uhr | Fr, 14.09. - 19:00 Uhr | Sa, 15,09. - 21:00 Uhr | So, 16.09. - 19:00 Uhr | Mo, 17.09. - 18:00 Uhr (OmU) | Di, 18.09. - 19:00 Uhr | Mi, 19.09. - 21:00 Uhr

ZUM TRAILER

Die schottische Regisseurin balanciert mutig auf dem schmalen Grat zwischen psychologischem Drama und Horrorfilm und erzählt in ihrem vielfach preisgekrönten Film von einer Mutter-Sohn-Beziehung, die in eine Katastrophe mündet. Der Film entwickelt von Anfang an eine enorme Spannung, die er bis zum Ende hält, eine erschütternde, emotionale Wucht.  Die großartige Tilda Swinton ist zerbrechlich und stark zugleich und liefert in diesem Film ganz ohne Zweifel eine der beeindruckendsten und berührendsten Performances ihrer Karriere überhaupt! Dafür wurde die Ausnahmedarstellerin Ende des letzten Jahres mit einem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet!

Wenn der Film beginnt, ist das Unfassbare längst geschehen: der 16-jährige Kevin hat mit Pfeil und Bogen ein entsetzliches Blutbad an seiner Schule angerichtet. Während ihr Mann mit der gemeinsamen Tochter an einem anderen Ort fernab des grausamen Geschehens einen Neuanfang versucht, bleibt Eva, für die der Ausnahmezustand längst zur Normalität geworden ist, vor Ort. Wie ein Gespenst geht sie durch die Welt, gebeugt unter der Last einer gewaltigen Schuld, wird auf offener Straße angefeindet, im Supermarkt tätlich angegriffen, kratzt in stoischer Handarbeit immer wieder die Farbe ab, mit der ihr Haus und ihr Wagen beschmiert wurde. Und immer wieder sucht sie in der Vergangenheit nach Erklärungansätzen. Doch ist sie eine zuverlässige Erzählerin? Irgendwann verliebte sich die einstmals erfolgreiche Journalistin in Franklin, wurde schwanger und gab ihre Reiserei zugunsten der Familie auf. Doch das Familienleben in einem Vorort New Yorks entwickelte sich für sie mehr und mehr zum Alptraum, zur krampfhaft aufrecht erhaltenen Lüge vom heilen Familienleben. Eva ist überfordert von ihrem ständig schreienden Sohn, der sich zum Tyrannen entwickelt, dessen Provokationen immer perfider und dessen Aktionen immer bedrohlicher werden. Eva und Franklin sollten dringend über Kevin reden – doch dieses Gespräch findet nie statt. Während Franklin stets beschwichtigt, kämpft Eva verzweifelt darum, eine Beziehung zu dem Jungen aufzubauen, den sie vielleicht von Anfang an ablehnte, weil er für den Verlust ihrer Freiheit steht.


Großbritannien 2011 | R: Lynne Ramsay | B: Lynne Ramsay & Rory Kinnear nach dem Roman von Lionel Shriver | K: Seamus McGarvey | D: Tilda Swinton (Eva), John C. Reilly (Franklin), Ezra Miller (Kevin als Jugendlicher), Jasper Newell (Kevin als Kind)

Mittwoch, 5. September 2012

Filminfo & Trailer: WOLFSBRÜDER

85 Minuten | empfohlen ab 8 Jahren | FSK frei ab 0

Spieltermine: Fr, 07.09. - 15:00 Uhr (+ Spielaktion: Quiz „Riechen, Fühlen & Schmecken“) | Sa, 08.09. - 15:00 Uhr | So, 09.09. - 15:00 Uhr

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Eine wahre Geschichte: Marco wächst in einer armen Familie auf und wird von seinem Vater im Alter von 7 Jahren an einen Großgrundbesitzer verkauft. Dieser schickt ihn bei einem Ziegenhirten im abgelegenen, menschenleeren „Tal der Stille“ in Südspanien in die Lehre. Marco lernt, wie man in der Wildnis überlebt, zu fischen und zu jagen. Kurze Zeit später aber stirbt der Hirte und Marco ist plötzlich ganz auf sich alleine gestellt. Er „befreundet“ sich mit einem Rudel Wölfe und wird erst als 20-Jähriger Mitte der 1960er Jahre gefunden und zurück in die Zivilisation gebracht.

Spanien 2010 | Regie: Gerardo Olivares

Filminfo & Trailer: DIE 1000 EURO-GENERATION

98 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Spieltermine: Fr, 07.08. - 19:00 Uhr  | Sa, 08.09. - 21:15 Uhr  | So, 09.09. - 17:00 Uhr  | Mo, 10.09. - 18:00 Uhr  | Di, 11.09. -  21:15 Uhr  | Mi, 12.09. - 19:00 Uhr


ZUM TRAILER (im Kino natürlich mit deutschen Untertiteln)

Generation Praktikum, kreatives Prekariat: Nur zwei der Begriffe, die eine Lebenssituation beschreiben, die in den westlichen Industrieländern für bestens ausgebildete Menschen um die 30 längst Alltag geworden ist. Genau diese Generation beschreibt Massimo Venier nicht als Sozialdrama, sondern pointiert, mit Witz und Selbstironie in einer temporeichen Komödie, die zwar in Italien spielt, aber exemplarische Qualität hat. Ein Film am Puls der Zeit!

Der dreißigjährige Matteo ist ein begabter Mathematiker. Doch nach Ende des Studiums inklusive Promo-
tion findet er keinen angemessenen Job. Er hat einen winzigen, lächerlich gering vergüteten, Lehrauftrag an der Uni und nebenbei jobbt er für einen spanischen Telefonanbieter. Eine öde, ihn hoffnungslos unterfordernde und zudem noch befristete Stelle. Seinem Mitbewohner und Freund Francesco geht es nicht besser. Die beiden können kaum die Miete für ihre heruntergekommene Altbau-Wohnung in der Finanzmetropole Mailand bezahlen. Zudem gibt Matteos Freundin ihm den Laufpass. Nicht gerade rosige Zukunftsaussichten. Doch dann lernt er zwei aufregende Frauen kennen: Beatrice, die als neue Mitbewohnerin einzieht, und Angelica, die die Marketingabteilung seiner Firma übernimmt. Plötzlich ist Matteo wieder obenauf und hat den Kopf voller Pläne – vielleicht schafft er es jetzt ja, seinem Leben eine neue Richtung zu geben ...


GENERAZIONE MILLE EURO | Italien 2009 | R: Massimo Venier | B: Massimo Venier & Federica Pontremoli nach einem Roman von Antonio Incorvaia & Alessandro Rimassa | K: Italo Daniele Petriccione | D: Alessandro Tiberi (Matteo), Valentina Lodovini (Beatrice), Carolina Crescentini (Angelica), Francesco Mandelli (Francesco)

Filminfo & Trailer: WHO KILLED MARILYN?

102 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Spieltermine: Do, 06.08. - 22:00 Uhr | Fr, 07.08. - 21:15 Uhr  | Sa, 08.09. - 19:00 Uhr  | So, 09.09. - 21:15 Uhr  | Mo, 10.09. - 20:15 Uhr  | Di, 11.09. -  19:00 Uhr  | Mi, 12.09. - 21:15 Uhr
ZUM TRAILER


Der deutsche Verleihtitel führt zunächst einmal in die Irre, denn es geht in diesem Film nicht darum, nach 50 Jahren endlich die Umstände von Monroes Tod zu klären. Der fesselnde Krimi, getragen von starken Figuren, vor allem dem lakonischen, zynischen Ermittler, exzellenten Darstellern und einem guten Schuss Humor und Selbstironie, verlegt den Star bzw. seine „Reinkarnation“ nämlich kurzerhand in die französische Provinz. Das ist sympathisch, witzig, charmant und sehr unterhaltsam in Szene gesetzt.

Krimi-Autor David Rousseau kommt in den Ort seiner Kindheit, das Kaff Mouthe an der französisch-schweizerischen Grenze, um das Erbe seines Onkels abzuholen und so schnell wie möglich nach Paris zurückzureisen. Als die Leiche der jungen Candice gefunden wird, steht für die örtliche Polizei schnell fest, dass sich die junge Frau das Leben genommen hat. Rousseaus Miss-trauen aber ist geweckt, er zweifelt an der Einfach-Version, entdeckt einen Bluterguss und eine Einstichwunde am Arm der Toten und wittert eine heiße Story. Bei den Ermittlungen auf eigene Faust entdeckt der Hobby-Detektiv Candices Tagebücher und taucht in ihr Leben ein, verfolgt ihren „Aufstieg“ vom Werbemädel für den Käse „Belle de Jura“ bis zur leicht bekleideten Wetterfee im Lokalsender, von der Provinz-Berühmtheit zur Verführerin bedeutender Männer. Die Einheimischen halten den Fremden für mehr als lästig und mauern. Haben sie etwas zu verbergen?


POUPOUPIDOU | Frankreich 2011 | R: Gérald Hustache-Mathieu | B: Gérald Hustache-Mathieu & Juliette Sales | K: Pierre Cottereau | D: Jean-Paul Rouve (David Rousseau), Sophie Quinton (Candice Lecoeur, Martine Langevin), Guillaume Gouix (Polizist Bruno Leloup), Clara Ponsot (Rezeptionistin)

Montag, 3. September 2012

Filminfo & Trailer: DAS DING AM DEICH

99 Minuten | FSK frei ab 6

Spieltermine: Do, 06.09. - 19:00 Uhr (mit anschließender Diskussion mit  der Regisseurin und Autorin Antje Hubert sowie Annemieke Lauber, Greenpeace-Gruppe Esslingen) | Fr, 07.09. - 17:00 Uhr | Sa, 08.09. - 17:00 Uhr | So 09.09. - 19:00 Uhr  

ZUM TRAILER


Ein Jahr lang begleitete das Filmteam die Menschen der Bürgerinitiative in Brokdorf. Visuell ansprechende Alltagsszenen und Archivmaterial – teils aus Privatbeständen, aber auch von der Landespolizei Schleswig-Holstein – umrahmen Interviewpassagen, in denen die Protagonisten nachvollziehbar, sympathisch und durchaus mit Wehmut von ihrem Kampf für eine bessere Welt und gegen Atomkraft, Institutionen und Konzerne erzählen, den manche bereits seit 40 Jahren bestreiten.

Als Anfang der 1970er-Jahre Pläne zum Bau eines Atomkraftwerks in Brokdorf bekannt werden, entsteht spontan eine Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau und grundsätzlich gegen die zivile Nutzung der Atomkraft engagiert. Auch fast vierzig Jahre später sind manche ihrer Mitglieder noch aktiv in ihrem Protest. Der Film beobachtet ihr Leben im Schatten des Meilers, fängt in Interviews Erinnerungen an vergangene Taten und aktuelle Befindlichkeiten ein und beschreibt den langen Weg, den die Aktivisten bis heute gegangen sind. Hautnah ist die Kamera dabei, als die Laufzeitverlängerung verkündet wird und sich Resignation und Zweifel an den demokratischen Institutionen breit machen. Dann ereignet sich die Atomkatastrophe in Fukushima, der Ausstieg wird verkündet und zurück bleibt Melancholie ...


Deutschland 2012 | R+B: Antje Hubert | K: Barbara Metzlaff, Norbert Ehlers & Jonny Müller-Goldenstedt